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Bibliografische Daten
ISBN/EAN: 9783446205161
Sprache: Deutsch
Umfang: 299 S.
Format (T/L/B): 2.7 x 21.9 x 15.1 cm
Einband: Halbleinen

Beschreibung

Das dritte Abenteuer für Nadia und Alex: Tief im afrikanischen Dschungel müssen sie es mit dem grausamen König Kosongo aufnehmen. Ihm zur Seite stehen der Milizenführer Mbembelé und der Zauberer Sombe. Seltsam, dass beide immer eine Maske tragen. Gemeinsam unterdrücken sie ihr eigenes Volk, das Nachbarvolk der Pygmäen haben sie versklavt, durch Elfenbeinschmuggel sind sie reich und mächtig geworden. Können Nadia und Alex es schaffen, die Unterdrücker zu besiegen und das Geheimnis der Masken lüften? Das grandiose Finale von Isabel Allendes großer Jugend-Trilogie.

Autorenportrait

Isabelle Allende, 1942 in Peru geboren, verbrachte ihre Kindheit in Santiago de Chile. Sie ist die Nichte des ehemaligen chilenischen Präsidenten Salvador Allende, der 1973 bei Pinochets Militärputsch erschossen wurde. 1975 ging sie ins Exil und arbeitete u.a. als Journalistin bis 1982 ihr erster Roman erschien. Heute lebt sie in Kalifornien.

Leseprobe

Auf einen Befehl von Michael Mushaha hielt der Tross Elefanten an. Es war Mittag, die Sonne brannte, und die Wildtiere im weitläufigen Nationalpark suchten sich einen Platz zum Dösen. Für ein paar Stunden hielt das Leben inne, die afrikanische Savanne glich einem Höllenkessel voll glühender Lava und selbst die Hyänen und Geier flüchteten in den Schatten. Alexander Cold und Nadia Santos ritten auf einem eigensinnigen Elefantenbullen namens Kobi. Er hatte Nadia ins Herz geschlossen, denn sie hatte in den vergangenen Tagen eifrig die Grundlagen der Elefantensprache gelernt und konnte sich mit ihm verständigen. Während ihrer langen Streifzüge erzählte sie ihm von Südamerika, von ihrem Zuhause am anderen Ende der Welt, wo es außer einigen geheimnisvollen Urzeitwesen, die verborgen in einem unzugänglichen Berg im Regenwald lebten, keine Geschöpfe von seiner Größe gab. Kobi schätzte Nadia sehr, und im gleichen Maße verabscheute er Alex, wobei er jede Gelegenheit nutzte, seine Gefühle zu zeigen. Unter staubigen Bäumen am Rand eines Wasserlochs, dessen Farbe an Tee mit Milch erinnerte, kam Kobis Fünftonnengewicht zum Stehen. Alexander hatte eine eigene Technik entwickelt, um bei seinem Sprung aus drei Metern Höhe einigermaßen heil zu bleiben, denn auch nach fünf Tagen Safari ließ sich der Elefant nicht zur Mitarbeit bewegen. Wie Alex zu spät merkte, hatte Kobi sich diesmal so hingestellt, dass er beim Springen unweigerlich ins Wasserloch platschte, wo er bis zu den Knien einsank. Boroba, Nadias kleines schwarzes Äffchen, landete auf seinem Kopf. Alex wollte ihn herunterklauben, strauchelte und fiel auf den Hintern. Genervt schnaubte er, schüttelte Boroba ab und hatte Mühe, auf die Füße zu kommen, weil er durch seine schlammverspritzte Brille nichts sah. Er suchte nach einem sauberen Zipfel seines T-Shirts und wollte die Gläser abwischen, als Kobis Rüssel ihn im Rücken traf. Er kippte vornüber. Bis Alex wieder stand, hatte Kobi sich umgedreht, hatte sein massiges Hinterteil in Position gebracht und blies ihm einen volltönenden Darmwind ins Gesicht. Die übrigen Expeditionsteilnehmer prusteten vor Lachen. Nadia hatte es mit dem Absteigen nicht eilig und wartete lieber, bis Kobi ihr behilflich war, mit Würde auf die Erde zu kommen. Sie setzte einen Fuß auf das Knie, das er ihr anbot, umschlang mit einem Arm seinen Rüssel und schwebte wie eine Balletttänzerin zu Boden. So zuvorkommend war Kobi zu niemandem sonst, selbst zu Michael Mushaha nicht, für den er Respekt, aber keine Zuneigung empfand. Er war ein Tier mit festen Grundsätzen. Es war eine Sache, Touristen auf seinem Rücken reiten zu lassen, eine Arbeit wie jede andere auch, für die er mit vorzüglichem Essen und Schlammbädern entschädigt wurde, und etwas ganz anderes, für eine Handvoll Erdnüsse Zirkuskunststücke aufzuführen. Er mochte Erdnüsse, keine Frage, aber noch lieber machte er Leuten wie Alex das Leben schwer. Warum er ihn nicht leiden konnte? Er wusste es nicht genau, der Kerl war ihm einfach ein Dorn im Auge. Ständig war er mit Nadia zusammen. Die Herde bestand aus dreizehn Tieren, aber er musste partout mit dem Mädchen reiten. Es zeugte nicht eben von Fingerspitzengefühl, dass er sich derart zwischen ihn und Nadia stellte. Merkte er denn nicht, dass sie sich in Ruhe unterhalten wollten? Ein deftiger Stoß mit dem Rüssel und eine verpestete Brise dann und wann waren das Mindeste, was der Kerl verdiente. Als Nadia festen Boden unter den Füßen hatte, trompetete Kobi gedehnt, und sie drückte ihm als Dankeschön einen Kuss auf den Rüssel. Dieses Mädchen wusste, was sich gehörte, sie würde ihn nie lächerlich machen, indem sie ihm Erdnüsse unter die Nase hielt. 'Dieser Elefant ist in Nadia verknallt', witzelte Kate Cold. Was sich da zwischen Nadia und Kobi anbahnte, gefiel Boroba ganz und gar nicht. Er beäugte es argwöhnisch. Nadias Interesse an der Sprache der Dickhäuter konnte gefährliche Folgen für ihn haben. Sie würde doch nicht etwa ihr Haustier ... Leseprobe

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