Die einmalige, unverwechselbare Atmosphäre unserer Buchhandlung liefert die idealen Rahmenbedingungen für eine individuelle Begegnungsstätte rund um die Literatur. Wir wünschen uns die Möglichkeit zu mittelbarer und unmittelbarer Auseinandersetzung mit Autoren, Herausgebern und Verlegern sowie ihrem Zeitgeist, denn Literatur entsteht nicht im luftleeren Raum, sondern ist gebunden an die gewachsenen Strukturen einer Gesellschaft und ihrer Kultur. Als Forum begründeten wir im Frühjahr 2000 die auf unsere Gesamtkonzeption zugeschnittene Veranstaltungsreihe "Schaumburg-Variationen".

Neben den eigenen Veranstaltungen richten wir den jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels auf Kreisebene aus. Auch die Durchführung von Büchertischen in Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, beispielsweise Schulen, der Stadtbibliothek, der Familienbildungsstätte und der Kulturstiftung Schloß Agathenburg sowie die Mitarbeit als Gründungsmitglied in dem Verein "Stade liest e.V." verstehen wir als einen Beitrag zur Leseförderung.

Rufen Sie in unserem Archiv die Nachberichte
zu unseren Veranstaltungen auf!





Kümo "Greundiek" 11.03.2010 um 20:00 Uhr

Buchvorstellung mit Autorenlesung

 

Seit 1994 gehört das Küstenmotorschiff „Greundiek“ mit seiner rotgrünen Bordwand zum festen Bestandteil des Stader Hafens. Durch die Übernahme vom Verein „Alter Hafen Stade e.V.“ wurde es vor der Verschrottung bewahrt. In unzähligen Arbeitsstunden haben Freiwillige des Vereins den Erhalt des Schiffes vorangetrieben, so dass die „Greundiek“ wieder voll seetauglich ist, was die regelmäßige Teilnahme an Traditionsschifftreffen in Lübeck und Kiel und an Hafengeburtstagen in Hamburg und Harburg sowie das Angebot von Gäste- und Charterfahrten auf der Elbe ermöglicht. Aus Anlass der sechzigsten Wiederkehr des Stapellaufes im Frühjahr 1950 wurde die wechselvolle Geschichte des Schiffes, der ein Abriss über die Entwicklung der Küstenschifffahrt vorangestellt ist, von den Vereinsmitgliedern Josef Jungmann, Heinz G. Klug und Vicco Meyer in dem Buch „Kümo Greundiek“ zusammengetragen, ergänzt um eine Schiffsbegehung von der Brücke bis zum Mannschaftslogis. Bedeutenden Raum nehmen die persönlichen Erinnerungen des Konstrukteurs und der unterschiedlichen Eigentümer sowie die Dokumentation zur Restaurierung ein.
In Anwesenheit der Vorbesitzer des Schiffes wird das Autorenteam den Titel erstmals Presse und Öffentlichkeit vorstellen, musikalisch begleitet von Anja Uffelmann auf dem Akkordeon.

Eintritt: EUR 8,00
Eintritt Schüler: EUR 5,00

Stade-Tourismus GmbH
Landschaftsverband, Stade




Kümo "Greundiek".
Eberhard Apffelstaedt: "Finnen? Finnen!" 15.04.2010 um 20:00 Uhr

Autorenlesung

 

Auf Einladung der Deutsch-Finnischen Gesellschaft e.V. wird der Finnlandfreund und –kenner Eberhard Apffelstaedt in die Lebensweise und Mentalität der Finnen einführen. Der Allgemeinmediziner ist seit fast vierzig Jahren mit einer Finnin verheiratet und bezeichnet das reizvolle Land im hohen Norden als seine zweite Heimat.
In unterhaltsamen Anekdoten und im spielerischen Umgang mit weit verbreiteten Klischees nähert sich Eberhard Apffelstaedt den Facetten der finnischen Lebensweise humorvoll an: Wie sie leben – und leben lassen. Wie sie sprechen – und schweigen. Wie sie essen – und trinken. Und wie sie Auto fahren. Nebenbei werden Fakten über Land und Leute, Sprache und Kultur vermittelt. Wer Kontakt zu Finnen pflegt, sich für das Land interessiert - ausgelöst beispielsweise durch die Lektüre von Kriminalromanen -, oder es konkret bereisen möchte, wird auf kurzweilige Art Anregungen und Informationen erhalten.
Die Deutsch-Finnische Gesellschaft hat sich die Förderung der Beziehungen zwischen Finnen und Deutschen zur Aufgabe gemacht. Im Vordergrund steht die Pflege menschlicher und kultureller Kontakte. Der 1973 gegründete Landesverband Nord, dessen 1000 Mitglieder sich in ein Drittel Finnen und zwei Drittel Deutsche aufteilen, unterhält eine Bezirksgruppe Niederelbe.

Eintritt: EUR 8,00
Eintritt Schüler: EUR 5,00

Internetseite der Deutsch-Finnischen Gesellschaft
Internetseite von Eberhard Apffelstedt




Finnen? Finnen!
Barbara Beuys: "Sophie Scholl" 22.04.2010 um 20:00 Uhr

Autorenlesung

 

Wir glauben, über Sophie Scholl alles zu wissen; die Bilder haben sich eingeprägt: Wie sie im Februar 1943 in München vom „Volksgerichtshof“ verurteilt und hingerichtet wurde, weil sie in Flugblättern ge-meinsam mit ihrem Bruder Hans und einigen Gleichgesinnten die verbrecherische Politik Hitlers angeklagt und zum Widerstand aufgerufen hatte. Doch erst 2005 wurde die außergewöhnliche Dokumentensammlung zur Geschichte des Widerstandskreises „Weiße Rose“ zugänglich gemacht, welche die Schwester, Inge Aicher-Scholl, angelegt hatte. Nach Aufarbeitung des Materials stellt sich Sophie Scholls Weg von der engagierten Führerin in der Hitlerjugend zur mutigen Gegnerin des Nationalsozialismus wesentlich widersprüchlicher als bisher dar. Auf der radikalen Suche nach einem gnädigen Gott, getröstet von der Kraft der Musik, ließ sie sich von dem Anspruch leiten, das Denken stets über das Gefühl zu stellen.
„Sie beherrscht brillant die schwierige Kunst, historisch Komplexes gleichermaßen differenziert wie eingängig zu vermitteln“, urteilt Norbert H. Ott, Die Zeit, über Barbara Beuys. Die 1943 geborene Autorin, die Geschichte, Philosophie und Sozi-ologie studiert hat, stellte bereits ihre eindrucksvollen Biographien über Hildegard von Bingen (2001) und Paula Modersohn-Becker (2007) im Rahmen der Schaumburg-Variationen vor.

BARBARA BEUYS - Biographie

1943 geboren, Studium der Geschichte, Philosophie und Soziologie in Köln
1968 Promotion zum Dr. phil.

Sie arbeitete als Redakteurin u.a. beim Stern, Merian und bei der ZEIT.
Heute lebt Barbara Beuys als freie Autorin in Köln.

Bisherige Veröffentlichungen

1979 Der große Kurfürst. Der Mann, der Preußen schuf
1980 Familienleben in Deutschland. Neue Bilder aus der deutschen Vergangenheit
1981 Anna Louisa Karsch: Herzgedanken. Das Leben der „deutschen Sappho“ von ihr selbst erzählt; herausgegeben und eingeleitet von Barbara Beuys
1982 Und wenn die Welt voll Teufel wär. Luthers Glaube und seine Erben
1984 Am Anfang war nur Verzweiflung. Wie Eltern behinderter Kinder neu leben lernen
1987 Vergeßt uns nicht. Menschen im Widerstand 1933-1945
1992 Florenz: Stadtwelt-Weltstadt. Urbanes Leben von 1200 bis 1500
1993 Hamburg. Text Barbara Beuys / Alice Ohrenschall
1995 Köln. Text Barbara Beuys / Ludwig Renard
1996 Heimat und Hölle. Jüdisches Leben in Europa durch zwei Jahrtausende
2000 Verteidigung der Republik: Der sozialdemokratische Reformer Theodor Haubach (1896 - 1945)

Im Carl Hanser Verlag sind erschienen
1999 Blamieren mag ich mich nicht. Das Leben der Annette von Droste-Hülshoff
2001 Denn ich bin krank vor Liebe. Das Leben der Hildegard von Bingen
2004 Der Preis der Leidenschaft. Chinas große Zeit: das dramatische Leben der Li Qingzhao
2007 Paula Modersohn-Becker oder: Wenn die Kunst das Leben ist
2010 Sophie Scholl. Biographie (ET 8.2.2010)

Eintritt: EUR 12,00
Eintritt Schüler: EUR 8,00

Internetseite des Hanser-Verlages




Sophie Scholl
Hanns-Josef Ortheil: "Die Erfindung des Lebens" 19.05.2010

Autorenlesung

 

Hanns-Josef Ortheil, der zu den bedeutendsten deutschen Autoren der Gegenwart zählt, hat mit dem autobiographisch geprägten Bildungsroman „Die Erfindung des Lebens“ ein zutiefst berührendes Buch vorgelegt, voll unauslöschlicher Bilder, die behutsam und bar jeglicher Effekthascherei heraufbeschworen werden. Der Titel bezieht sich auf die Entwicklung des Ich-Erzählers, der, belastet durch das schwere Schicksal seiner Familie, sein Leben immer wieder neu erfinden muss.
Johannes wächst Anfang der fünfziger Jahre in Köln auf. Die Tage verbringt er in Zweisamkeit mit seiner Mutter, die nicht spricht, so dass er sich selbst überlassen ist. Er spielt allein, ortet die Geräusche, die in die Wohnung dringen, und achtet auf seine schutzbedürftige Mutter, die am liebsten in die Welt der Bücher flüchtet. Erst abends kommt Sprache in sein Leben, wenn der heimgekehrte Vater in einem festgelegten Ritual die Zettel vorliest, die die Mutter tagsüber notiert hat. Johannes ist neugierig auf die sich in Sprache und Schrift mitteilende Umwelt, bleibt aber mangels Anleitung stumm. Eine erste Möglichkeit, sich auszudrücken, lernt er mit Hilfe der Musik kennen, denn die Familie bekommt ein Klavier geschenkt, auf dem ihm seine Mutter in der ihr eigenen nonverbalen Art Unterricht erteilt. Als schließlich die Einschulung aufgrund der engen Bindung zwischen Mutter und Sohn zu scheitern droht, erfährt der Junge, warum seine Mutter verstummt ist: Johannes hatte vier Brüder, die alle gestorben sind, einer davon durch einen verirrten Granatsplitter kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges in den Armen der Mutter. Nachdem es seinem erfindungsreichen, geduldigen Vater doch noch gelungen ist, ihm das Sprechen beizubringen, absolviert der gehemmte Junge die Schule und strebt eine Laufbahn als Pianist an, die er aber aufgrund gesundheitlicher Probleme aufgeben muss. Erst die Begegnung mit einem ehemaligen Lehrer eröffnet ihm die Perspektive auf das Schreiben als befreiendes Lebensmodell.
Mit der Spiegelung des eigenen Schicksals in der Figur des Johannes hat Hanns-Josef Ortheil sein Leben ein weiteres Mal erfunden und den Leser mit einem außergewöhnlichen Roman beschenkt, dessen besondere Stimmung lange nachklingt.

Die Rechte für das Autorenfoto liegen bei Peter von Felbert.

Eintritt: EUR 12,00
Eintritt Schüler: EUR 8,00

Internetseite des Luchterhand Literatur-Verlages
Hanns-Josef Ortheil spricht über seine Biographie




Die Erfindung des Lebens
Die Erfindung des Lebens
Das Fest der Debütanten 10.06.2010 um 20:00 Uhr

Annemarie Stoltenberg präsentiert zwei literarische Debütanten

 

Wieder wollen wir zum Abschluss der Saison mit zwei Autorinnen oder Autoren, die jeweils ihren ersten Roman vorgelegt haben, ein literarisches Sommerfest feiern.
Annemarie Stoltenberg, die schon die letzten zwei Feste moderierte, wird erneut das Gespräch leiten.
In einer Pause gibt es kulinarische Leckerbissen die Bezug zu den vorzustellenden Büchern haben.

Weitere Informationen demnächst hier.

Eintritt: EUR 18,00
Eintritt Schüler: EUR 12,00





170 Jahre Buchhandlung Friedrich Schaumburg 26.08.2010 um 20:00 Uhr

 

Am 26. August 1840 gründete der Buchhändler Friedrich Schaumburg die erste reine Buchhandlung im Elbe-Weser-Raum. 1852 wurde das Haus in der Großen Schmiedestraße 27 bezogen, in dem sich noch heute die Buchhandlung befindet. Nach seinem Tod 1856 führte zunächst seine Witwe und ab 1875 sein Sohn Friedrich Wilhelm Schaumburg das Geschäft fort. Bei ihm ging der knapp 15-jährige Heinrich Bremer ab 1893 in die Lehre und übernahm nach dem Tod seines Lehrherren 1902 die Buchhandlung. Heinrich Bremer gelang es, das Unternehmen durch Weltkriege und Wirtschaftskriese zu führen und es schließlich an seine jüngste Tochter, die inzwischen mit dem Buchhändler Friedmann Koller verheiratete Buchhändlerin Christa zu übergeben. Deren gemeinsame Tochter Heide Koller-Duwe war bereits als Kind im Geschäft aktiv und trat schließlich 1994 die Nachfolge ihrer Eltern an.
Im Jahre 1999 wurde die Geschäftsfläche durch einen Anbau in den Hof verdoppelt. Die sich daraus ergebenden Möglichkeiten führten zur Gründung der Veranstaltungsreihe "Schaumburg-Variationen".
2007 erkannte das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur das besondere Engagement der Buchhandlung Schaumburg und verlieh die Auszeichnung "Niedersächsische Buchhandlung des Jahres".
Den Gast des heutigen Abends und das Thema werden wir zu einem späteren Zeitpunkt nennen.

Eintritt: EUR 12,00
Eintritt Schüler: EUR 8,00





Das Literarische Frühstück 26.09.2010 um 11:00 Uhr

Neuerscheinungen appetitlich mit Annemarie Stoltenberg.

 

Die Literaturwissenschaftlerin Annemarie Stoltenberg, Redakteurin beim NDR, hat bereits mehrfach das Fest der Debütanten im Rahmen unserer Schaumburg-Variationen moderiert. Sehr erfolgreich absolvierte sie auch das im September 2009 stattgefundene Literarische Frühstück. Kennern der Branche ist sie wegen ihres sicheren Gespürs für lesenswerte Neuerscheinungen bekannt. Die aktuellen Tipps in den Bereichen Belletristik und Sachbuch gibt sie bei kurzweiligen Buchvorstellungen weiter, regelmäßig auch im „gemischten Doppel“ mit Dr. Rainer Moritz vom Literaturhaus Hamburg. Wer also nicht nur hungrig, sondern auch lesehungrig zum Frühstück kommt, wird nicht enttäuscht werden.
Im Eintrittspreis sind alle Speisen und Getränke, inklusive der Köstlichkeiten unseres Patisserie-Partners Leysieffer, enthalten. Karten gibt es nur im Vorverkauf bis Donnerstag, den 23. September.

Eintritt: EUR 18,00
Eintritt Schüler: EUR 18,00







Friedrich Schaumburg • Große Schmiedestraße 27 • 21682 Stade • Tel. 04141/9203-0 • Fax 04141/9203-99